BÜRGER-STIFTUNG-GRAFENAU

Die Bürger-Stiftung-Grafenau (BSG) ist eine von Bürgern initiierte und von Bürgern finanzierte Stiftung, die sich für das Gemeinwesen Grafenau und seine Bürger engagiert. Die Idee zur Gründung von Bürgerstiftungen kommt aus den USA. Die erste Bürgerstiftung in Deutschland ist 1997 entstanden. Inzwischen gibt es 240 Bürgerstiftungen mit einem Stiftungskapital von über 200 Mio EUR. Die Bürger-Stiftung-Grafenau, die 2013 ihr zehnjähriges Bestehen feierte, ist also zu einem frühen Zeitpunkt aus der noch jungen Bewegung hervorgegangen.

Wie der Name sagt, stiften Bürger Geld (Mindesteinlage pro Stifter 1000 EUR), um aus den Erträgen des angesammelten und mündelsicher angelegten Stiftungsvermögens, Mittel für Vorhaben zur Verfügung zu haben, die zur Realisierung der Stiftungszwecke beitragen. Zusätzlich werden Spenden und das zeitliche Engagement von Mitbürgern bei der Verfolgung der Stiftungszwecke und bei der Umsetzung von Stiftungsvorhaben benötigt. Die Bürger-Stiftung-Grafenau unterliegt der Stiftungsaufsicht des Regierungspräsidiums Stuttgart. Sie hat derzeit 73 Stifter.
Unter dem Motto „von Bürgern, für Bürger, durch Bürger“ setzt die Bürger-Stiftung-Grafenau ihre thematischen Schwerpunkte und Aktivitäten auf ein gutes, generationsübergreifendes und alle Mitbürger integrierendes Zusammenleben in der Gemeinde, auf Ansätze moderner Altenhilfe, auf den offenen Betrieb der Begegnungsstätte im Seniorenzentrum Dätzingen, auf integrative Jugendhilfe sowie auf in Not geratene Mitbürger.
Neben Informationsfahrten, kulturellen Veranstaltungen sowie jährlichen Stiftungsfesten und -foren sind folgende Projekte besonders hervorzuheben:

  • Grafenau 2025 – Ein attraktiver Wohnort für Jung und Alt (sh. dazu die näheren Ausführungen auf der Homepage unter diesem Titel)
  • Erstes Bürgerspiel „Odyssee 21“, initiiert, verfasst und umgesetzt von Gudrun Achterberg und mit Jugendlichen, Senioren, Vereinen unter dem Dach der Bürger-Stiftung-Grafenau 2007 durchgeführt. Die Schirmherrschaft hatte das Kultusministerium Baden-Württemberg übernommen;
  • seit 2004 ein- bis zweimal im Jahr stattfindende Stiftungsvorträge hochrangiger Wissenschaftler, Forscher und Politiker zu gesellschaftlichen, gesundheitlichen und demographischen Fragestellungen. Bisher wurden 14 Stiftungsvorträge veranstaltet, unter anderem ein Stiftungsvortrag von Prof. Dr. Jütte und von Prof. Dr. Kruse (siehe unten);
  • das monatlich jeden dritten Donnerstagnachmittag stattfindende Bürger-Café in der Begegnungsstätte im Seniorenzentrum;
  • seit mehr als zwei Jahren die Kurse zur „Sturzprophylaxe – Aktiv bis ins hohe Alter“, durchgeführt, initiiert und finanziell unterstützt von der Bürger-Stiftung-Grafenau;
  • einzelne Stifter bieten Schülerpatenschaften an mit dem Ziel, den Schulabschluss und den Einstieg in das Berufsleben zu erreichen.

Die Arbeit der Bürger-Stiftung-Grafenau ist generationsübergreifend, integrativ, neutral und modern. Sie setzt sich für Jung und Alt ein. Sie wirbt für bürgerschaftliches Engagement und kooperiert mit den örtlichen Vereinen, Kirchen und Multiplikatoren.
Weitere Stifter, Spender und Engagierte sind herzlich willkommen.

Der dreiköpfige Vorstand steht jederzeit für Rückfragen zur Verfügung:

Gerhard Steck, 1. Vorsitzender (Tel.: 44261)

Dr. Almut Satrapa-Schill, 2. Vorsitzende (Tel.: 42525)

Herbert Frohnmayer, Vorstandsmitglied (Tel.: 41991)

 

Vorstand: Gerhard Steck, Dr. Almut Satrapa-Schill, Herbert Frohnmayer (von links)

 

Die Bürger-Stiftung-Grafenau ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen.

 

„Homöopathie – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“ - dies war der Titel des Stiftungsvortrages, zu dem wir am 25.04.2014 den Referenten Herrn Prof. Dr. Robert Jütte,  Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Stuttgart bei uns in Grafenau begrüßen durften.

Zu dem spannenden Vortrag des Medizinhistorikers kamen rund 70 BürgerInnen in das Zentrum für Senioren und Begegnung Adrienne von Bülow.

Wir hatten vorab die Möglichkeit, Herrn Prof. Jütte einige Fragen zum Thema zu stellen. Heraus kam ein spannendes Interview, in dem der Medizinhistoriker erklärte, warum er sich ein dreigeteiltes Medizinsystem für Deutschland wünscht, in dem Homöopathie, naturgemäße oder alternative Heilmethoden wie zum Beispiel die traditionelle chinesische Medizin sowie die Schulmedizin gleichberechtigt nebeneinander existieren. Außerdem sprachen wir über die Wirkungsweise von Placebo und homöopathischen Mitteln. Zum Interview...

 

Zum wiederholten Mal konnte der Gerontologe, Psychologe, Philosoph und außerdem studierter Musiker Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg für einen Stiftungsvortrag gewonnen werden. Prof. Dr. Kruse las am 17. Dezember 2014 im Maltesersaal des Schlosses unter dem Titel "Die Lebensfreude, die den Tod nicht fürchtet - Mozart in seinen Briefen - Wort und Musik - ein Geschenk an die Bürger-Stiftung-Grafenau - aus Mozarts Briefen und zeigte in beeindruckender Weise, begleitet durch meisterhaft gespielten Sätzen auf dem Flügel auf, welche Gedanken und Bedingungen den begabten Komponisten für die einzelnen Werke inspiriert und zu den großen Ausdrucksformen in seinem schöpferischen Leben geführt haben.

Aufgrund seiner engen Verbundenheit gegenüber der Bürger-Stiftung-Grafenau verlieh Frau Dr. Satrapa-Schill als stellvertretende Vorsitzende des Vorstands Herrn Prof. Dr. Andreas Kruse als Zeichen der dankbaren Anerkennung für sein Engagement und sein Wirken für die Grafenauer und die Bürger-Stiftung-Grafenau den Ehrentitel "Stifter h.c.". Sichtlich gerührt nahm Herr Prof. Dr. Kruse dieInitiates file download Urkunde entgegen.

 

Im Rahmen des Stifterforums am 20.10.2015 lud die Bürger-Stiftung-Grafenau im Anschluss zu dem Konzert des „Stuttgarter Kammerduos“ mit

        Rosa Neßling (Violine) und Sebastian Fritsch (Violoncello)

ein. Das Künstlerduo ist bekannt seit seinem Erstauftritt im Sommer 2011 in Montenegro, seither durch zahlreiche erfolgreiche Auftritte in Stuttgart, München, Berlin, Köln und in Düsseldorf. Durch persönlichen Kontakt des Vorstandes konnten wir das Duo zu diesem Konzert zum Abschluss unseres Stifterforums gewinnen.